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Stand: 24.07.2008
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  Sie sind hier: Gleitschirmschule > Fluggebietsführer > Schmittenhöhe (A)
 

Schmittenhöhe, Pinzgau (A)

Spazierenfliegen im Pinzgau

 

Die Schmittenhöhe hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Ausgangspunkte für Überlandflüge im östlichen Alpenraum gemausert. Bei den Segelfliegern stand die Region des Pinzgaus ohnehin schon immer hoch im Kurs um weite Flüge in den Alpen zu realisieren.

Die Drachen, später auch die Gleitschirme und schließlich die Starrflügler sind ihnen gefolgt. Kein Wunder! Es gibt kaum eine vergleichbare Region in den Alpen, wo es sich so einfach und so sicher so weit fliegen lässt. Und das nicht nur für erfahrene "Kilometerfresser", sondern eben auch für Neulinge des Streckenflugabenteuers. Absaufen? Fast unmöglich.

Und wenn es einmal dann doch nicht mehr zum Ausgangspunkt zurück reicht; Außenlandungen sind zwischen Taxenbach im Osten und Krimml im Westen fast überall auf riesigen Wiesen möglich. Bedingt durch die inneralpine Lage hat die Thermik hier auch im Juli noch voll Saison , wenn im Bereich der Mittelgebirge und Voralpen stumpfe Warmluft die Aufwinde und erreichbaren Basishöhen bereits minimiert.

Schließlich ist die Region mit den vergletscherten Dreitausendern der Hohen Tauern landschaftlich so reizvoll, dass zwar Kilometer ins Flugbuch eingetragen werden können, vor allem aber die Bilder einer wunderschönen Landschaft im Gedächnis haften bleiben.

Im Pinzgau haben schon viele Piloten ihre Liebe zum "Spazierenfliegen" entdeckt. Der Abschnitt zwischen der Schmittenhöhe und dem Pass Thurn hat die Bezeichnung "Spaziergang" auch wirklich verdient. Fast traumwandlerisch kann man den fast durchgehenden 20 Kilometer langen Grat entlang reiten. Solang man darauf achtet immer über Gratniveau zu bleiben ist ein Absaufen fast unmöglich.

Auch das "in die Luft Kommen" an der Schmittenhöhe ist  für Gleitschirmflieger mittlerweile wieder einfacher

geworden. Der untere Gleitschirmstartplatz nach Süd/Südost war nach dem Neubau der Bergstation der Areitbahn nämlich leider zum "Leinenfresser" mutiert. Wurzeln und Alpenrosen ließen einen Start oft zum Glücksspiel werden.

Doch das Problem ist durch den lokalen Club in vorbildlicher Art und Weise gelöst worden. Der Startplatz wurde planiert und mit eingesetzten Rasenstücken fast auf Golfplatzstandard gebracht. Heute können etwa 8 Gleitsegel gleichzeitig ausgelegt werden und ohne Startstress in die früh einsetzende Thermik aus der Südost-Seite starten.

Für die Drachen gab es diese Problem ohnehin nie. Sie starten stressfrei und ohne ihre Fluggeräte weit tragen zu müssen, direkt neben dem Panoramarestaurant an der Bergstation. Das ist zwar weniger weit zu gehen, aber kein wirklicher Höhenvorteil. Denn auch sie müssen nach dem Start zum Einstiegsbart an der Gratrippe vor dem GS-Startplatz abgleiten.

Weht der Wind aus Nord nutzen GS und HG gemeinsam den Start am Schlepplift nördlich der Kapelle um in die Luft zu kommen und nach einer 180° Wende die Thermik wieder an der bekannten bewaldeten Gratrippe zu suchen.

Das Tüpfelchen auf dem "I" schließlich erwartet Genuss- und Streckenflieger gleichermassen am Ende eines schönen Flugtages; und zwar in Form einer großen Landewiese und dem guten kulinarischen Rahmenprogramm im Gasthof Schett.

Torsten Hahne

Detailinformationen zum Fluggebiet Schmittenhöhe:

Land:

Österreich

Gemeinde:

Zell am See

Region:

Salzburg

Flugberg:

Schmittenhöhe

Koordinaten:

47.19 N 12.47 E

Anreise:

A8 München - Salzburg bis Siegsdorf und über Lofer und Saalfelden nach Zell am See. Oder von Westen über das Zillertal und den Gerlospass oder Kitzbühl und den Pass Thurn in den Pinzgau. Von Süden über den Felbertauern kommend nach Mittersill. Von Innsbruck ca. 1 ½ Stunden, von Kufstein 1 ¼ Stunden, von München 2 Stunden.

Karte:

Die Generalkarte Nr. 7 (Österreich) oder Kompass Wanderkarte Nr. 030 (Zell am See)

Startplatz:

Starts:

An der Schmittenhöhe gibt es 3 Startplätze:
1. Areitbahn BS (GS)
2. Schmittenhöhe Restaurant Südost (HG)
3. Schmittenhöhe Schlepplift BS Nord (GS, HG)

Zugang:

Auffahrt mit der Schmittenhöhebahn. Auffahrt inkl. Fluggeländegebühr ca. 15.50 Euro (GS) und ca. 19,- Euro (Drachen). Die Saisonkarte ist hingegen sehr günstig! ca. 103,- Euro (GS) bzw. ca.154,- Euro (Drachen).

Starthöhe:

1. 1890 m MSL
2. 1960 m MSL
3. 1960 m

Höhendiffernz:

1. ca. 1110 m HD
2. und 3. ca. 1180 m HD

Art des Starts:

1. Rasch steiler werdender neu angelegter Startplatz nach SO/S, direkt südlich der Liftseile der Areitbahn. Thermik oft direkt rechts vom Start an der bewaldeten Gratschneide. Thermisch wechselnde Winde. Platz für ca. 8 Gleitschirme. Mäßig anspruchsvoll. 10 min. von der BS.
2. Relativ steiler Naturstart nach SO. Unkompliziert. Eigentlich nur HG.
3. Nördlich der BS des Schleppliftes. Flacher Start nach N/NW. Einfach. Nach dem Start nach links abdrehen. (Lee)-Thermik ist erst in der Südseite zu finden.

Bemerkungen:

Im Bereich der Schmittenhöhe, besonders im Einstiegsbart, ist mit sehr regem Flugverkehr zu rechnen. Neben Drachen und Gleitschirmen mischen auch noch Segelflieger (auch Schlepp-Verbände) in der Thermik mit. Vorflug- und Ausweich- regeln unbedingt beachten!

Landeplatz:

Plätze:

Westlich der Straße von Fürth nach Kaprun, beim Gasthof Schett. Bitte unbedingt die luftrechtlichen Bestimmungen einhalten! Anflugschneise des Flughafens Zell am See.

Zufahrt:

Vom Strassenrondell Fürth in Richtung Kaprun. Nach 500 m Parkplatz beim GH Schett.

Höhe:

ca. 780 m MSL

Windsack:

ständig vorhanden

Landegebühr:

ca. 2,50 Euro (GS), ca. 3,50 Euro (HG). Wird mit dem Bergfahrtticket bezahlt. Günstige Saisonkarten!

Bemerkungen:

Sehr großer und unkompliziert anzufliegender LP. Bitte die aushängenden Hinweis- tafeln bezüglich der Flughafenzone beachten. Keine Endanflüge aus Osten!

Allgemeines:

Beste Jahreszeit:

Mai, Juni, Juli, aber auch im Herbst sind noch sehr schöne Flüge möglich.

Streckenmöglichkeiten:

Streckenfluggebiet der Spitzenklasse! Fast alles ist möglich. Klassiker sind der Ziel- Rück zum Wildkogel oder Kreuzjoch. Am Nachmittag kann (muss) oft die Talseite gewechselt werden.

Geflogene Spitzenleistungen:

Flache Dreiecke über 200 km (GS). FAI-Dreiecke über 225 km (HG).

Besonderheiten:

Drachentransport nur bis 4,5 m Länge. Nur ein Starrflügler pro Auffahrt!

Bermerkungen:

Auch für Anfänger hervorragend geeignetes XC-Gelände. Wunderschönes Panorama. Familientauglich durch viele altenative Freizeitmöglichkeiten.

Unterkünfte:

Campingplatz, Pensionen, Hotels aller Preisklassen und Kategorien. (Zell am See ist ein teures Plaster!)

Weitere Sportarten und Freizeitmöglichkeiten:

MTB-Touren aller Schwierigkeitsgrade, Wanderungen, Klettern, Sommerskilauf, Segeln und Surfen

Sehenswürdigkeiten:

Glocknerstrasse, Krimmler Wasserfälle, Kitzsteinhorn, Badeseen

Wetter:

An der Talstation neben der Kasse können die aktuellen Wetterwerte auf einem Monitor abgelesen werden. Wetter-Info: A-06542/3694

Adressen:

Club:

Para- und Drachernfliegerclub Ikarus

Verkehrsverein:

Kurverwaltung Zell am See, Tel.: A-06542/2600-0

Schmittenhöhebahn:

www.schmitten.at, Tel.: A-06542/789, Revision: Mitte April bis Mitte Mai u. Mitte Oktober bis Dezember

Fliegertreff:

Gasthof Schett direkt am LP in Fürth, günstige Pauschalarrangements (ÜF plus Bahnkarte!), gutes Essen, Tel.:  A-06549/7251

Fluggebiete in der Umgebung:

Was wollen Sie tun?



DHV - Deutscher Hängegleiterverband e.V.

Wildkogel:

Bei Neukirchen, SW bis SO, guter Thermikeinstieg, ab Mittag oft Rückenwind, Seilbahn, Tel.: A-06565/6405

Hollersbach:

Sehr gutes Abendfluggelände, nördliche Winde, Auffahrt mit dem Auto zum GH Berghof, LP neben Badesee

Fulseck:

Bei Dorfgastein, W / NW, Auffahrt mit Sessellift über Mittelstation, kleine Landeplätze!

 

© FLYforFUN, Michael Engelhardt