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Stand: 24.07.2008
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  Sie sind hier: Gleitschirmschule > Fluggebietsführer > Brennkopf (A)
 

Brennkopf, Walchsee / Tirol (A)

Achtung:
Bis auf weiteres ist das Fluggebiet Brennkopf komplett gesperrt! Es herrscht absolutes Flugverbot!
Stand: 25.06.2007

NOVA Syntax
Blick auf den Kaiser

Wunderbarer Wanderberg


Während sich im nahe gelegenen Kössen die Massen auch im Spätsommer noch um die Ohren fliegen, geht es hier am Brennkopf (1353 m MSL) nördlich von Walchsee deutlich beschaulicher zu. Das ist aber auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass für den Aufstieg ein schweißtreibender Fußmarsch von etwa eineinhalb Stunden einzukalkulieren ist. Denn der kleine, von Almwiesen gekrönte Hügel wird nicht von einer Seilbahn erschlossen. Der Berg wird deshalb vor allem von der sportlichen Fraktion der Gleitschirmflieger gerne besucht, für die der Flug Ergänzung oder Krönung einer schönen Wanderung ist.

Doch auch für Lahme, Gehfaule und für die Drachenflieger gibt es eine Rettung. Hier in Form einer Forststraße, die sich in einigen Windungen über fast sechs Kilometer bis knapp achtzig Höhenmeter unter den Brennkopfgipfel hinaufschlängelt. Für Selbstfahrer besteht die Möglichkeit gegen einen "Wegezoll" an den Schlüssel der wegversperrenden Schranke zu gelangen. Genauso wie der Taxidienst kann das alles von der Flugschule in Kössen organisiert werden. (siehe: Kurzinfos zum Fluggebiet)

Die Gipfelkuppe ermöglicht Starts von Ost bis Südwest. Und die breit gefächerten Startrichtungen sind auch nötig, denn am Brennkopf weht der Wind oft ganz anders als vorhergesagt. Vor allem hält er sich ganz und gar nicht an die vorhergesagte Höhenströmung. Schon eher wandert der Aufwind mit dem Sonnenstand einmal von Ost nach West um die Gipfelkuppe herum. Der Hausbart steht meistens völlig unbeeindruckt von den Windverhältnissen am Startplatz, wie festgenagelt an dem kleinen bewaldeten Vorgipfel südöstlich der Startplätze, welches auch Brennköpfl (1256 m MSL) genannt wird. Der Bart am Brennköpfl selbst lässt aber nichts anbrennen und zieht auch bei östlichem Wind gut durch, ist dann allerdings aber schon als "knackig" zu bezeichnen. Ansonsten ist die Thermik eher sanft und durch die südliche Ausrichtung bis spät ins Jahr zuverlässig. Im Frühjahr wird der Brennkopf wegen des frühen Thermikbeginns auch gerne für XC-Ausflüge genutzt. Flüge bis in den Pinzgau und zurück sind im Mai schon von hier aus gestartet worden.

Jetzt aber werden die Tage werden kürzer und die Thermik schwächer. Wenn sich das Herbstlaub färbt und die Sonne nicht mehr so vom Himmel sticht ist die Zeit gekommen, um vielleicht selbst einmal den Flug nur als Abschluss eines gemütlichen Wandertages zu betrachten. Als Einstieg ins "Paratrekking" ist der Brennkopf geradezu ideal. Großzügige Startplätze. Eine komfortable Landewiese mit angeschlossener kulinarischer Versorgung für die aufgezehrten Kalorien im Moarwirt. Der verhältnismäßig kurze Anstieg. Die phantastische Aussicht auf den "Wilden" und den "Zahmen Kaiser". Und nicht zuletzt die gute Chance doch ein wenig Thermik abzubekommen.

Vielleicht macht ein Besuch am Brennkopf auch Lust auf mehr Paratrekking, wenn im Herbst die Bahnen wegen Revision schließen?

Torsten Hahne

Detailinformationen zum Fluggebiet Brennkopf:

Land:

Österreich

Gemeinde:

Walchsee

Region:

Tirol

Flugberg:

Brennkopf

Anfahrt:

Auf der A8 München Inntaldreieck, weiter auf der A93 Rosenheim - Kufstein bis zur Ausfahrt Oberaudorf, dann weiter über die B172 bis Niederndorf (A), dann nach Walchsee und von hier zum Golfplatz. Parkplatz Moarwirt.
Alternativ aus dem Chiemgau über Marquartstein (D) und Schleching nach Kössen und Walchsee. Oder aus Österreich über St. Johann in Tirol und die B176.

Karten:

General Karte Nr. 7 (Österreich) 1.200.000 oder Kompass Wanderkarte Nr. 14 und 10 (Chiemgauer Alpen, Berchtesgadener Land)

Startplatz:

Start:

Ca. 1350 m MSL. Für das Fluggebiet stehen auf großen Wiesenflächen mehrere Naturstartplätze von Ost bis Südwest zur Verfügung.

Zugang:

Vom Moarwirt zu Fuß in 90 Minuten auf markiertem Steig oder über die Forststraße bis 80 Höhenmeter unter den Gipfel. Infos bei der Flugschule in Kössen, s.u.

Landeplatz:

Platz:

Ca. 680 m MSL. Landewiesen westlich des Moarwirts wenn gemäht, oder schmaler Wiesenstreifen östlich des Moarwirts (Windsack)

Start-/Landegebühr:

Keine!

Allgemeines:

Beste Jahreszeit:

Beste Thermik im Mai und Juni.

Streckenmöglichkeiten:

Gut, da frühe Startmöglichkeit. Flüge ins Pinzgau, zu den Loferern und dem Wilden Kaiser.

Geflogene Spitzenleistung:

Nicht bekannt!

Besonderheiten:

Wechselnde Winde am Startplatz. Vorsicht bei Nordströmung!

Weitere  Sportarten und Freizeitmöglichkeiten:

Angeln, Baden / Schwimmen im Walchsee, Bergsteigen, Bergwandern, Mountain- bike, Klettern im Kaiser.

Alternativ-Möglichkeiten:

Golfspielen am Landeplatz!, Sommerrodelbahn

Unterkünfte:

Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen aller Preisklassen und Kategorien in Walchsee und Kössen.

Bemerkungen:

Durch Badesee, Mountainbikestrecken und viele Almwirtschaften sehr familienfreundlich. Ideales Gebiet für Piloten, die auch Freude an kleineren Strecken haben und ein unkompliziertes Fluggebiet mit der Möglichkeit die Familie in den Flugtag einzubinden suchen. Paratrekking!

Adressen:

Informationen:

Tourismusverband Kössen-Schwendt
Infobüro Kössen: Dorf 15
A-6345 Kössen, Österreich
Tel.: +43 5375 6287
Fax: +43 5375 6989
info@koessen.at

Bergbahnen Kössen
Ab 24. Mai durchgehend bis 14. Oktober von 09.30 - 16.30 Uhr geöffnet!

Fluggebiete in der Umgebung:

Was wollen Sie tun?



DHV - Deutscher Hängegleiterverband e.V.

Aschau:

Kampenwand: N,NW, Seilbahn

Samerberg:

Hochries: N,NW, Seilbahn

Nußdorf:

Heuberg: W, SW, 90 Minuten Fußmarsch

Bad Reichenhall:

Hochschlegel / Predigtstuhl: 1688 m, W, SW, NO Seil- bahn

Marquartstein:

Hochplatte: 1050 m, SO, O, NO, Rampe, nur HG, Sessellift

Ruhpolding:

Rauschberg: 1640 m, N, NW,SO, Seilbahn, Rampe, Naturstart

Salzburg:

Gaisberg: W, N, O, Auffahrt mit dem Auto, CTR Salz- burg!!

Berchtesgaden:

Jenner: NW, S, O, wunderschönes Panorama, Auffahrt sehr teuer!!

Bergen:

Hochfelln: O, S, NW, Berg für Frühstarter

 

© FLYforFUN, Michael Engelhardt