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Stand: 24.07.2008
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  Sie sind hier: Gleitschirmschule > Fluggebietsführer > Wallberg (D)
 

Wallberg, Tegernsee (D)

Tief unten der See ... das Bräustüberl lockt.

Streckenfluglager  über dem Tegernsee

Der Wonnemonat Mai ist eigentlich optimal zum Fliegen. Die Thermik erwacht zur Höchstform, auch die Tage sind schon recht lang. Dem ungehinderten Flugvergnügen steht allerdings ein Hauptproblem entgegen, kaum eine Seilbahn ist in Betrieb. Eine erfreuliche Ausnahme bildet der Wallberg. Die Bahn ist den ganzen Mai über von 9 bis 17 Uhr ohne Unterbrechung in Betrieb. Deshalb kommen viele Piloten an diesen Berg, die vor allem eines im Sinn haben: Punkte für die Deutsche Streckenflug- meisterschaft zu sammeln.

Und dafür bietet dieser Flugberg im Mai wirklich die besten Voraussetzungen. Der Wallberg ist schließlich einer der Berge, die Streckenfluggeschichte geschrieben haben. Vom ersten dokumentierten Streckenflug, über mehrere Streckenflugrekorde, bis hin zu Gruppenausflügen weit über die 100-Kilometer-Grenze hinaus, hat der Berg als Ausgangspunkt für XC-Abenteuer von sich Reden gemacht.

Eigentlich erstaunlich, denn die auch im Mai noch oft schneebedeckte Nordflanke des Berges erweckt nicht unbedingt den Anschein eines thermisch besonders aktiven Berges. Das ist der Wallberg normalerweise auch nicht und muss er auch gar nicht sein.

Denn die nächsten Hammerbärte an Bodenschneid, Grubereck oder Baumgartenschneid sind nur ein paar Kilometer entfernt und mit etwas Startüberhöhung und einem kurzen Gleitflug locker zu erreichen. Sind die ersten (zugegebenerweise recht selektiven) Kilometer erst einmal geflogen, dann stehen dem XC-Piloten alle Tore offen, und der Wilde Kaiser, der Pinzgau oder das Karwendel warten darauf entdeckt zu werden.

An jedem halbwegs thermischen Tag finden sich deswegen auch eine ganze Reihe von Streckenflugenthusiasten am Startplatz ein, um im konkurrierenden Miteinander möglichst weit über die Lande zu fliegen. Für Piloten, die einmal den Startberg verlassen wollen, und schon lange von einem Streckenflug träumen ist das ein gefundenes Fressen. So viele Vorflieger auf einem Streckenflug finden sich nur an wenigen Flugbergen in Deutschland.

Der heimische Club unterstützt die Streckenflugambitionen aller Piloten durch den bereits seit Jahren ausgetragenen "Wallberg Cross Country", einem offenem Streckenflugwettberwerb für Jedermann. Interessante Sachpreise für alle platzierten Piloten und ein rauschendes Seefest im Rahmen der Siegerehrung erwarten die Teilnehmer (Info und Ausschreibung: www.gleitschirm.de).

An Tagen mit guter Thermik ist es dann ab dem frühen Nachmittag am Wallberg auch ungewöhnlich leer. Fast alle Piloten sind ausgeflogen und auf Strecke gegangen. Die Zurückgebliebenen können jetzt ungestört im Aufwindband der Nordflanke den Ausblick auf den Tegernsee tief unter ihnen geniessen. Denn auch für reine Genussflieger, die lieber in der näheren Umgebung des Startberges ihre Kreise ziehen hat der Wallberg einiges auf Lager.

Ein wunderschönes Panorama vom Tegernsee, über saftig-grüne Almwiesen, bis in die, im Mai noch tiefverschneiten, Hochalpen. Und natürlich stundenlange Abendflüge bei untergehender Sonne und einzigartiger Stimmung. Die Aufwinde sind wegen der Nordwestflanke des Berges abends oft besonders ruhig und konstant.

Torsten Hahne

Die Nord-Westflanke des Wallbergs bei Streckenflugwetter

Start an der Hintermaueralm
Achtung auf die Fußgänger!

Auf Strecke bei den Blaubergen; Der Achensee ist nicht mehr weit.

Detailinformationen zum Fluggebiet Wallberg:

Land:

Deutschland

Gemeinde:

Rottach-Egern (Kreis Miesbach)

Region:

Bayern

Flugberg:

Wallberg

Koordinaten:

47 39 48 N 11  47 36 O (Bergstation) 47 40 35 N 11 46 48 O (Talstation)

Anreise:

Autobahn A 8 München-Salzburg bis Ausfahrt 97 Holzkirchen. Weiter auf der B 318 bis Gmund. Nun entweder westlich über Bad Wiessee (schneller), oder östlich über Tegernsee nach Rottach-Egern. In Richtung Kreuth ca. 500 Meter nach dem Ortsende nach  links am GS-Landeplatz vorbei zur ausgeschilderten Wallbergbahn. Großer Parkplatz.

Karte:

Die Generalkarte Nr. 7 (Österreich) oder Kompass Wanderkarte Nr. 8

Startplatz:

Starts:

Am Wallberg gibt es 3 Startplätze:
1. Hintermaueralm (GS)
2. Westgipfel (HG, 3 Rampen)
3. Gipfelkreuz (GS)

Zugang:

Auffahrt mit der Wallbergbahn (4-er Gondeln) Bergfahrt ca. 7,50 Euro, 80-Punkte Karte ca. 105.- Euro (20 Fahrten)

Starthöhe:

1. Alm 1660 m MSL
2. Westgipfel 1700 m
3. Gipfelkreuz 1722 m

Höhendiffernz:

1. 910 m
2. 950 m
3. 972 m

Art des Starts:

1. Flache Almwiese nach W/NW/SW steiler werdend, in Waldschneise übergehend, turbulent! Unbedingt auf Fußgänger im Startbereich achten! Einweisung wg. Turbulenzgefahr erforderlich!
2. Rampen nach S, W und N. Kleiner Aufbaubereich. Nur HG.
3. Felsiger Gipfelaufbau mit Matte nach N. Kurzer Anlauf, trotzdem unkritisch, da frei angeströmt.

Bemerkungen:

Die Startplätze liegen rechterhand der Seilbahn und sind in 10 - 20 min. Fußmarsch zu erreichen. Bei HG-Starts nach S wg. Wild bald abdrehen. Gefährliche Leesituation bei O-Wind  und bei stärkerem Talwind an der Hintermaueralm. Unbedingt Gipfelwindsack beachten! Bitte auf die einheimischen Piloten hören! Der Startplatz ist tückisch. Bei nicht fliegbaren Bedingungen ist die Talfahrt frei!

Windrichtung:

NW bis SW

Landeplatz:

Plätze:

Am Wallberg gibt es 2 Landeplätze:
1. An der Strasse zur Talstation (GS)
2. Café Kreuz (Drachen)

Zufahrt:

1. Nördlich der  Strasse zur Talstation gelegen.
2. Am Fuss der Baumgartenschneid beim Café Kreuz

Höhe:

1. 750 m MSL
2. 740 m MSL

Windsack:

jeweils vorhanden

Landegebühr:

ca. 2,50 Euro (Tagesmitgliedschaft);
Außenlandung ca 5,- Euro extra (Die Landeplätze sind wirklich sehr groß!)

Bemerkungen:

1. Nur für GS. Strasse im Landeanflug keinesfalls überfliegen (Queranflug nördl. der Strasse. Es gab bereits Luft-Boden Kollisionen mit PKW und Bussen. Turbulent bei starkem Talwind. Linksvolte!
2. Für HG. Nach W durch Parkplatz und Bäume begrenzte Ausgleitstrecke. Turbulent bei O-Wind.

Allgemeines:

Beste Jahreszeit:

April, Mai, Juni

Streckenmöglichkeiten:

Richtung Osten über das Inntal nach Kössen; Richtung Süden über den Achensee ins Zillertal und weiter in den Pinzgau; nach Westen über das Isartal ins Karwendel oder immer entlang der Voralpen.

Geflogene Spitzenleistungen:

191 km mit dem GS bis Irdning in der Steiermark (T.H.)

Besonderheiten:

Drachentransport nur bis 4,2 m Länge. Sportlicher Aufstieg über Blockwerk und Fels zu den Rampen.

Bermerkungen:

Am Wallberg wird sehr viel auf Strecke gegangen. Interessante Topographie.

Unterkünfte:

Campingplatz, Pensionen, Hotels aller Preisklassen und Kategorien. (Siehe auch Verkehrsverein)

Weitere Sportarten und Freizeitmöglichkeiten:

MTB-Touren aller Schwierigkeitsgrade, Wanderungen, Klettern an Plankenstein u. Ross- und Buchstein, Segeln und Surfen auf dem Tegernsee, Waldfeste

Sehenswürdigkeiten:

Spielkasino Bad Wiessee, Klosterkirche Tegernsee und Bräustüberl, Schiffsrund- fahrt, Museen

Adressen:

Club:

Drachen- und Gleitschirmflieger Club Tegernseer Tal e.V., www.gleitschirm.de oder www.para.de

Kontakt:

Bernd Hübner 0171/8184002, e-mail: huebner-bernd@t-online.de

Verkehrsverein:

Tel.:  08022/1801-49 oder 671343, www.tegernseer-tal.de oder www.seegeist.de

Wallbergbahn:

08022/24086

Bergwacht:

08022/2550

Fliegertreff:

Restaurant Alpenwildpark (in Nähe der Talstation) 08022/5832 (Mi. und Do. Ruhetag)

Fluggebiete in der Umgebung:

Was wollen Sie tun?



DHV - Deutscher Hängegleiterverband e.V.

Bucherhang:

O, NO, 120 Hm, Übungshang der Flugschule, aber auch guter Thermikeinstieg, in Bad Wiessee zum Bucherbauer abbiegen, ca. 2,50 Euro Landegebühr am Bauernhof zu bezahlen, kein Start bei hohem Gras!

Brauneck:

O, NO, S bei Lenggries, oft Talwindsoaring, im Frühjahr gute Streckenflugmöglichkeiten (bis 26.5. Revision!)

Rofan:

SW, hervorragendes Thermik- und Streckenfluggebiet am Achensee, Sicherheitstraining

 

© FLYforFUN, Michael Engelhardt