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  Sie sind hier: Gleitschirmschule > Fluggebietsführer > Vogelsang (D)
 

Vogelsang, Bayrischzell (D)

Thermikrevier über dem Sudelfeld


Wohin zum Fliegen, wenn die Bergbahnen wegen Revision geschlossen haben? Oder aber der Abendflug im Sommer schon vor fünf Uhr nachmittags an den geschlossenen Pforten der Talstation endet?

Ein Fluggebiet muß her, daß nicht nur mit dem Auto schnell zu erreichen ist, sondern wo man am besten auch gleich bis vor den Startplatz fahren kann. Kann man sich dann auch noch sicher sein, daß es Wind aus der "falschen" Richtung eigentlich nicht gibt, weil in zwei Richtungen gestartet werden kann, ist das perfekte Fluggelände gefunden.

Der Vogelsang oberhalb von Bayrischzell hat all diese Vorteile zu bieten und ist dadurch für "zu spät gekommene" oder "Revisionsgenervte" eine Top- Adresse. Aber auch Streckenflieger und "ostwind- geschädigte" Piloten vom nahen Wallberg oder der Hochries lassen sich gerne an den Hängen des Sudelfelder Skigebietes blicken, um von hier aus nach Osten in Richtung Tirol oder nach Westen ins Oberinntal und das Engadin Kilometer und Punkte zu sammeln.

Kommt man über Bayrischzell gefahren, lohnt sich ein kleiner Abstecher zum Landeplatz. Meistens finden sich andere Piloten, mit denen sich eine Fahrgemeinschaft hoch zur Waller Alm organisieren lässt. Als Alternative bietet sich Autostop oder - ein echter Nervenkitzel- die Mitfahrt auf einem der Feuerstühle bis zu den Startplätzen an. Die Zufahrtsstraße bis zum Parkplatz an der Waller Alm ist durchgehend asphaltiert, so daß sich niemand Sorgen um sein vierrädriges Vehikel machen muss. Maut ist für den Weg auf den Berg auch nicht zu entrichten, lediglich an der Waller Alm ist ein Obulus von ca. 2,50 Euro für Start und Landung und ein Eintrag ins Flugbuch fällig.

Auch wenn die Startplätze eigentlich alle fluggeigneten Windrichtungen abdecken, sollte man nicht vergessen, dass man sich im Einflussbereich eines Passwindes befindet.  Die aus dem Inntal kommende Luft fließt nicht

selten auch bei überregionalem Westwind über das Sudelfeld hinab nach Bayrischzell. Besonders am späten nachmittag sind dann am Vogelsang schwierige Luftverhältnisse keine Seltenheit. Steht der Wind an den Startplätzen nicht ganz deutlich auf West ist man in diesem Fall an den Nordost-Hängen des Seeberges oder der Konvergenzthermik direkt über Bayrischzell am Besten aufgehoben.

Der Gleitschirm-Startplatz nach West sollte in jedem Fall nur bei anstehendem Wind aus West und nur von sehr routinierten Piloten genutzt werden.

Torsten Hahne

Detailinformationen zum Fluggebiet Vogelsang:

Land:

Deutschland

Gemeinde:

Bad Reichenhall

Region:

Oberbayern

Flugberg:

Bayrischzell

Koordinaten:

47.39.44N 12.02.04O

Anreise:

Mit dem Auto: Auf der A8 München -Rosenheim bis zur Ausfahrt Irschenberg (99), dann weiter auf der B472 Richtung  Miesbach, der B307 Richtung Schliersee und über Bayrischzell zum Oberen Sudelfeld. Alternativ auf der A93 Rosenheim - Kufstein bis zur Ausfahrt Brannenburg (58) und über den Tatzelwurm zum Oberen Sudelfeld. Auffahrt mit PKW bis zur Walleralm (Parkplatz), von dort 10 - 20min Fußweg.
Mit der Bundesbahn: Mit der Oberlandbahn von München bis Bayrischzell. Weiter per Bus zum Sudelfeld oder per Autostop.

Karte:

General Karte  Nr. 7 (Österreich) 1.200.000 oder Kompass Wanderkarte Nr. 8 Tegernsee/Schliersee

Startplatz:

Starts:

Für das Fluggebiet stehen eine Rampe und zwei Naturstartplätze zur Verfügung. NW, W, O/NO, 1560m MSL.
1. O-NO, 1530m MSL (HG und GS), Wiesenstartgelände. Von der Waller Alm ca. 10min auf dem Wanderweg aufwärts zum von der Alm sichtbaren Sattel. Dort ist Aufbau- und Startplatz, Windsack vorhanden. GS können auch etwas weiter oben starten (50 Hm).
2. NW, ca. 1520 m MSL (nur HG), Rampe. Aufstieg wie oben bis zur Rampe.
3. W, ca. 1560 m MSL. Naturstartplatz. GS. Klein, eng und kurz! Der Weststartplatz ist nur für routinierte Piloten und nur bei optimalen Windverhältnissen (10-20 km/h West) startbar (nahezu Klippenartig!). Bei Null-Wind oder bei wenig West-Wind ist es besser nach Nord/Nord/Ost zu starten.

Zugang:

Auffahrt mit PKW über die Sudelfeldstraße bis zur Waller-Alm. Parkplatz. Am besten Fahrgemeinschaften vom Landeplatz in Bayrischzell bilden. Im Winter Aufstieg nur mit Skiliften möglich!

Regeln:

Eintrag ins Flugbuch an der Waller-Alm und Bezahlung von ca. 2,50 Euro Startgebühr.

Landeplatz:

Plätze:

Südöstlich der Straßenkreuzung Bayrischzell / Ursprungspass / Sudelfeld. Landefläche ist der Bereich zwischen den beiden Bachläufen, südlich des Windsackes. Kein Überflug der Straßen im Landeanflug!

Zufahrt:

An der Straßenkreuzung Bayrischzell hinter der Tankstelle Richtung Ursprungstal nach Süden abbiegen. LP 50 m südlich der Kreuzung. Eingeschränkte Parkmöglichkeiten.

Höhe:

ca. 800 m MSL

Windsack:

jeweils ständig vorhanden

Landegebühr:

Tagesmitgliedschaft für ca. 2,50 Euro an der Waller-Alm.

Allgemeines:

Beste Jahreszeit:

Beste Thermik im Mai und Juni.

Streckenmöglichkeiten:

Bei  Nordwestwind über das Inntal und den Zahmen Kaiser in den Pinzgau oder das Berchtesgadener Land. Bei Ostwind über den Wallberg ins Inntal oder entlang der Voralpen ins Allgäu.

Geflogene Spitzenleistungen:

nicht bekannt!

Besonderheiten:

Bei Ostwind schwierig zu zentrierender Bart am Vogelsang. Der Seeberg geht oft besser!

Weitere Sportarten und Freizeitmöglichkeiten:

Angeln, Baden / Schwimmen, Bergsteigen, Bergwandern, Mountainbike, Klettern, Segelfliegen

Unterkünfte:

Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen aller Preisklassen und Kategorien.

Adressen:

Tourismusorganisationen:

Kurverwaltung Bayrischzell
Kirchplatz 2
83735 Bayrischzell
Telefon 08023/648
Telefax 08023/1034
Tourist-Info@Bayrischzell.de
Telefon 08651/96850, Fax 08651/968518

Bergwachtbereitschaft:

Bergwachtdepot, Alpenstraße, Tel. 08023/671
Bereitschaftsleiter: Rudi Wuttig, Tel. 08023/674

Fluggebiete in der Umgebung:

Was wollen Sie tun?



DHV - Deutscher Hängegleiterverband e.V.

Schliersee:

Jägerkamp / Nagelspitz

Tegernsee:

Wallberg

Brannenburg:

Sulzberg

Nußdorf:

Heuberg

Samerberg:

Hochries

Walchsee:

Brennkopf

Kössen:

Unterberghorn

 

© FLYforFUN, Michael Engelhardt