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Stand: 07.08.2008
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  Sie sind hier: Gleitschirmschule > Fluggebietsführer > Tegelberg (D)
 

Tegelberg, Schwangau / Allgäu (D)


Auf Strecke im Ammergebirge.
Gabelschrofen und Hochplatte. Links das "Matterhorn" des Ammergebirges. Der bei Kletterern beliebte Geiselstein.

Panoramaberg über den  Königsschlössern



Ein Flug über den Königsschlössern gehört wohl für jeden "Flugtouristen" zum Programm der Flüge die man einmal gemacht haben will.

 

Dabei schrumpfen Hohenschwangau und Neuschwanstein aus der Vogelperspektive doch eher auf Spielzeugformat zusammen und wirken nicht mehr ganz so romantisch und imposant wie auf mancher Postkarte. Dafür spart man sich das Risiko von schwergewichtigen US-Boys in Hawaii-Shorts erdrückt, oder wahlweise von einer Horde Japanern zerquetscht zu werden.

Das Panorama und die Landschaft im Ostallgäu lohnen den Besuch am Tegelberg aber auf jeden Fall, auch ohne Schlösser, Musical oder Touristenwahnsinn.

Der Tegelberg ist einer der wenigen Berge in Deutschland an dem sich Drachen und GS-Piloten noch ungefähr die Waage halten. Und das obwohl der Weg in die Luft für Gleitschirmflieger nur über zwei (allerdings hervorragend ausgebaute) Rampen führt.

In vielen anderen Gebieten wie z.B. dem Rauschberg in Ruhpolding oder dem Wallberg am Tegernsee dominieren entweder die Drachen oder umgekehrt die Gleitschirme über die andere Spezies. Dieses Miteinander verlangt von den Individualsportlern eine gehörige Portion Disziplin und Miteinander nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden. Denn als Startplatz stehen wie gesagt nur zwei Rampen (bedingt durch den Wind eigentlich immer nur eine) zur Verfügung.

"Schlangestehen" und "Einfädeln" funktionieren hier jedoch fast immer ganz hervorragend. Jeder legt mit Hand an, damit der nächste zügig "airborne" ist. "Handfeste" Auseinandersetzungen konnte ich zumindest bei meinen Besuchen am Tegelberg noch nie erleben. Die Nordwestrampe ist dank der hilfreichen Hände auch für GS-Anfänger geeignet und es wird hier sogar geschult. Die Latschen am Ende der Rampen kriegen immer wider Besuch, scheinen aber recht weich zu sein. Anders an der NO-Rampe. Das Gelände bricht steil ab - einen Fehlstart sollte man sich hier nicht erlauben bzw. als unerfahrener GS-Pilot nach NO überhaupt nicht starten.

Erst einmal in der Luft hat der Tegelberg neben seinen "ortsfesten" Hausbärten vor allem ein grandioses Panorama von der Zugspitze und dem Ammergebirge bis zu den Lechtalern und der Ostallgäuer Seenplatte zubieten.

Das der Berg nicht unbedingt die erste Adresse für weite Streckenflüge ist spielt dabei keine Rolle. Kleinere "Sightseeing" sind allemal drin. Besonders am späten Abend in der satten Thermik der Nordflanke wärmstens zu empfehlen.

Torsten Hahne

Startbereit an der Rampe.
Doppelsitzerflüge werden regelmäßig angeboten.

Bei viel Betrieb finden sich immer ein paar freundliche Starthelfer.

Bitte anstellen. Die beiden Rampen aus der Vogelperspektive.

Detailinformationen zum Fluggebiet Tegelberg:

Land:

Deutschland

Gemeinde:

Schwangau bei Füssen

Region:

Allgäu

Flugberg:

Tegelberg

Koordinaten:

47. 35 N 10. 44 O - Schwangau

Anreise:

Mit dem Auto: Von München auf der A 95 bis Murnau und über Bad Kohlgrub auf die von Augsburg kommende B17. Hier dann über Steingaden und Buching nach Schwangau. Alternativ von Kempten über die A7 und Füssen oder von Kaufbeuren auf der B16 über Marktoberdorf nach Füssen oder von Reutte (A) entlang der B314 über Füssen nach Schwangau. Ab Schwangau ist die Tegelbergbahn gut sichtbar und ausgeschildert. Ausreichend Parkplätze vorhanden.
Mit der Bundesbahn: Der nächste Bahnhof ist in Füssen. Von dort regelmäßiger Busverkehr zum Tegelberg. Mit den ICE-Linien Hamburg-Augsburg und Frankfurt-Augsburg, mit den IC-Linien Dortmund-Augsburg  (die drei vorgenannten bestehen im 1-Stunden-Takt) und Berlin-Augsburg sowie mit den IR-Linien Karlsruhe-Augsburg und Dresden (Berlin-Leipzig)München-Kempten. Ab Augsburg regelmäßig Anschlüsse über Buchloe nach Füssen; von dort nach Schwangau verkehren Busse und Taxen zu den verschiedenen Ortsteilen.

Karte:

General Karte Nr. 25 (Deutschland) 1.200.000 oder Kompass Wanderkarte Nr. 4 (Füssen/Ausserfern)

Startplatz:

Starts:

Für das Fluggebiet stehen zwei Rampen als Startplätze zur Verfügung.
Neben der Bergstation: NW, NO, 1720m MSL

Zugang:

Auffahrt mit Tegelbergbahn (Großkabinen à 44 Personen, max. 4 Drachen, keine Längenbegrenzung, Fahrtzeit 6min, Frequenz nach Bedarf). Achtung: Die Frühjahrsrevision wird hier flexibel gehandhabt, bei Flugwetter läuft die Bahn. Aufbauplatz für ca. 30 Drachen und ca. 10 Gleitschirme gleichzeitig (bei Wettbewerben wird zusätzlicher Aufbauplatz bereitgestellt).

Starthöhe:

1720 m MSL

Art des Starts:

1. Rampe unmittelbar neben der Bergstation nach 300°, 1720 m MSL. GS/HG.
2. Rampe unmittelbar daneben nach 60°, 1720 m MSL. Beide sind sehr breit und ausreichend lang. Die Rampe nach NO ist jedoch nur für routinierte GS-Piloten geeignet (steiler Abbruch!).
Zwei weitere Startplätze gibt es für GS auf der Skipiste: N (340°), 1550m MSL und W (250°), 1350m MSL. Beide nur für Gleitschirmschulung!

Regeln:

Wer aufbaut, startet zügig. Die Rampe wird fertig eingehängt betreten (gilt auch für Gleitschirme; Starthelfer stehen fast immer zur Verfügung). Bei beiderseitigem Andrang starten Gleitschirme und Drachen abwechselnd. Siehe auch Flugordnung Tegelberg.

Landeplatz:

Platz:

Der  Landeplatz liegt dicht bei der Talstation nördlich der Zufahrtsstraße.

Höhe:

ca. 830 m MSL

Windsack:

ständig vorhanden

Landegebühr:

Drachenpiloten benötigen eine Landekarte (ca. 3.- Euro pro Tag), Gleitschirmflieger den Nachweis über die  Geländeeinweisung eines Fluglehrers (grüne Karte).

Bemerkungen:

Wind meist aus N-NO (20°-60°). Niemals nach NW landen (abfallendes Gelände ohne Auslauf).

Regeln:

Klassische Landeeinteilung; Gleitschirme positionieren bergseitig, Drachen immer talseitig. Mindestüberflughöhe über die Zufahrtsstraße 10m.

Allgemeines:

Beste Jahreszeit:

Beste Thermik im Mai und Juni.

Streckenmöglichkeiten:

Ins Lechtal  (Bach und zurück). Über Lechtaler und Mieminger in das Inntal. Kleinere Strecken zur Ruine Falkenstein und Breitenberg oder über die Ammergauer Berge zum Laber.

Geflogene Spitzenleistungen:

nicht bekannt

Besonderheiten:

Der Tegelberg ist ein beliebter Aussichtsberg: Allgäuer Seenlandschaft, Alpenrand vom Grünten (bei Sonthofen) bis zur Zugspitze (bei Garmisch). Panoramarestaurant. Für Wanderer gibt es ein gut ausgebautes Wegenetz, vom Promenadenweg bis zum Klettersteig.

Betriebszeiten der Bergbahn:

Die Frühjahrsrevision wird hier flexibel gehandhabt, bei Flugwetter läuft die Bahn.

Unterkünfte:

Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen aller Preisklassen und Kategorien.

Weitere Sportarten und Freizeitmöglichkeiten:

Angeln, Baden, Fliegen, Golf/Minigolf, Wandern, Segeln/Surfen, Ballonfahren, Rad- fahren

Ausflugsziele:

Neuschwanstein, Schlosskonzerte Neuschwanstein

Adressen:

Tourismusorganisationen:

Kurverwaltung Schwangau Rathaus
Münchener Straße 2
D-87645 Schwangau
Tel.: 08362  8198-0
Fax.:08362 8198-25
e-Mail: info@schwangau.de

Füssen Tourismus
Kaiser-Maximilian-Platz 1
D-87629 Füssen
Tel.: +49 (0)8362 / 9385-0
Fax: +49 (0)8362 / 9385-20
e-mail: tourismus@fuessen.de

Tegelbergbahn:

Wetter und Betriebszeiten Tel: +49 (0)8362/98360
Tel: +49 (0)8362/81010 automatische Ansage

Fluggebiete in der Umgebung:

Was wollen Sie tun?



DHV - Deutscher Hängegleiterverband e.V.

Buching:

Buchenberg

Pfronten:

Breitenberg

Immenstadt:

Mittag

Tannheim (Österreich):

Neunerköpfle

Reutte:

Hahnenkamm (nur GS)

Bach (im Lechtal):

Jöchelspitze

Bemerkungen:

Schwangau, Füssen, Pfronten, Nesselwang, Tann- heim, Reutte, u.a. Fluggebiete sind Mitglieder im "Großen Verbund", d.h. eine Punkte- bzw. Saisonkarte gilt gleichzeitig in allen diesen Fluggebieten.

 

© FLYforFUN, Michael Engelhardt